“Stil hast du, Kleider leihst du” – kleiderei

Happy #FashionRevolutionDay! Obwohl es eigentlich nicht so ein “happy” Anlass ist, weshalb es überhaupt diesen Tag gibt, freue ich mich trotzdem Teil dieser starken Bewegung zu sein. Vor genau vier Jahren stürzte nämlich eine Textilfabrik in Bangladesch ein bei der viele Menschen ums Leben kamen und wodurch eine Diskussion um globale Gerechtigkeit und die Produktion von Fast Fashion losgetreten wurde. Das Interesse an der Fashion Revolution Bewegung wird jedes Jahr größer und immer mehr Leute nehmen daran teil, indem sie die großen Fashion-Produzenten über Social Media fragen: “Who made my clothes?!”. Und tatsächlich, einige große Unternehmen reagieren. Das nenne ich mal erfolgreichen online Aktivismus im Jahre 2017!

Und auch ich nehme im dritten Jahr in Folge nun daran teil und freue mich auf meine diesjährige Fashion Revolution Week. Damit es aber nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, habe ich auch dieses Jahr eine weitere #Haulternative für euch. Wie ihr vielleicht in der frechen Überschrift erkennen könnt, habe ich mir den Slogan der kleiderei ausgeliehen. Denn ich habe mir dieses Jahr was ganz besonderes ausgedacht und mich mit der kleiderei in Köln zusammen getan. Es handelt sich bei der kleiderei um einen Onlineshop, bei dem du aus Vintage-Kleidung und auch aus einer Auswahl von kleinen Designern wählen kannst, aber anstatt dir die Kleidung zu kaufen, leihst du sie aus. In Köln haben sie sogar einen liebevoll eingerichteten Vintageshop, in dem du durchstöbern und anprobieren kannst, bevor du dich für die Teile entscheidest, die du ausleihen willst.

Mit der Hilfe der lieben Shop-Besitzerin Lena habe ich mich für einige Teile entschieden, die ich ausgeliehen habe. In dieser Woche werde ich auf meinem Blog über die Erfahrungen berichten, wie es ist Kleidung nur auszuleihen anstatt sie zu kaufen. Eine erste Erfahrung, die ich bereits im Shop machen konnte ist viel Mode zu konsumieren ohne Schuldgefühle zu haben, oder sich zu limitieren. Klar, musste ich mich beschränken, da man nur bis zu vier Teile gleichzeitig ausleihen kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich freier und mutiger in meinen Entscheidungen war. Zum Beispiel ist das Football- Shirt, das ich auf den Fotos trage aus der kleiderei. Für mich ist es so ein typisches Kleidungsstück, das ich zwar sehr cool finde, aber ich mir nicht gekauft hätte, weil es in meiner Gaderobe nur ein Trend ist und nicht für eine längere Zeit getragen wird. Durch diese selbstgesetzte Einschränkung wurde meine Gaderobe in den letzten Jahren minimalistischer – was ich überhaupt nicht schlimm finde- aber gleichzeitig auch weniger ausgefallen – was ich wiederum sehr schade finde. Dieses Problem kann das Ausleihen von Kleidern jedenfalls für mich lösen, da ich rumexperimentieren kann, aber gleichzeitig jederzeit die Möglichkeit habe die Kleidungsstücke zurück zu geben und jemand anderes sich daran erfreuen kann. Momentan bin ich jedenfalls verliebt in dieses Shirt. Denn was sagt mehr aus: “Go Team Fashion Revolution!”, als ein Vintage Football Shirt.

Morgen könnt ihr lesen, was ihr tun könnt, wenn ihr euch in ein Kleidungsück verliebt, das ihr ausgeliehen habt. Ein großes Dilemma?! Bis dahin könnt ihr noch die kleiderei Spielregeln durchlesen:

xo, MadVoyage

4 thoughts on ““Stil hast du, Kleider leihst du” – kleiderei

  1. Oh mein Gott, wie cool ist dieser Post und diese Idee, Kleider nur auszuleihen. Ich habe schon öfter in den letzten Jahren darüber nachgedacht, wie schlecht es eigentlich ist, von H&M, Zara, etc. einzukaufen, habe mich aber nie wirklich weiter gebildet. ich denke das hat jetzt ein ende und ich bin bereit, alle tips aufzunehmen (hast vll die basics für Einsteiger?) Ich nähe viele meiner Klamotten nun selbst oder kaufe auf dem Flohmarkt, wie ist es denn da, wenn man H&M kaufen würde? Ich finde das total interessant, aber ich habe immer die Tendenz, alles extrem zu machen und mich damit verrückt zu machen, wie handhabst du das denn, was kaufst du so ein? Ganz liebe Grüße xx
    Retro Fashion, DIY, Beauty & more:
    http://goldheande.wordpress.com

    1. Danke für deinen Kommentar und das Interesse. Also das mit der nachhaltigen Kleidung ist nicht so ganz einfach und deswegen solltest du nicht zu streng zu dir sein. Ich habe erstmal damit angefangen weniger einzukaufen und die Zeit und das Geld die ich dadurch gespart habe, habe ich mit schönen Erlebnissen gefüllt. Vielleicht kannst du erstmal damit anfangen auf die Marken zu verzichten, die du überhaupt nicht unterstützen möchtest.(Aber auch nicht so streng mit dir sein, wenn mal ein Ausrutscher passiert. Du wirst dich schon so schlecht genug fühlen.) Mit dem Geld das du sparst, kannst du dann in nachhaltige Teile investieren, die du wirklich toll findest und von denen du lange etwas haben wirst. Vintage und Seconhand finde ich eine super Alternative. Meiner Meinung nach ist dann egal von welcher Marke es ist, weil produziert wurde es ja schon.
      Würde dich ein Post mit mehr Tipps interessieren?

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