“Sharing is caring!” Oder…?

So nun geht eine erfolgreiche Fashion Revolution Week 2017 zu Ende: Ich habe mir Kleidung ausgeliehen, Haulternatives kreiert, viel recherchiert und konnte mein Wissen mit euch teilen. Es war in der Tat eine interessante Woche, in der ich viel darüber nachgedacht habe, woher eigentlich unsere Kleidung kommt, warum sie Schaden anrichtet und welche Möglichkeiten es für uns gibt etwas vielleicht anders zu machen. 

Zugegeben, so ganz genau, weiß ich auch nicht was die eine Lösung ist. Aber wie so vieles im Leben gibt es nicht nur “den einen Weg” oder “die eine Lösung”. Ich befinde mich auch noch auf der Reise zu einem nachhaltigen Kleiderschrank. Daher würde ich heute gerne mit euch teilen, wie alles bei mir begann.

Ich hatte schon immer ein großes Interesse an Mode. Shoppen, sich Outfits ausdenken, Kleider unterschiedlich zu kombinieren und damit irgendwie in andere Rollen zu schlüpfen, hat einfach Spaß gemacht und tut es immer noch. In den letzten Jahren ist das Shoppen, aber definitiv weniger geworden. Ein Grund ist, dass ich in den letzten Jahren zwischen Deutschland und der Schweiz hin und her gezogen bin und gemerkt habe, je mehr ich besitze, desto teurer und anstrengender der Umzug. Also, nicht so cool. Zudem kam hinzu, dass das Shoppen in der Schweiz nicht gerade günstig ist, besonders nicht, wenn man als StudentIn dort lebt. Deswegen shoppen auch die Schweizer so gerne bei uns in Deutschland. 😉 Aber, da ich in Bern gewohnt habe und das nicht gerade in der Nähe der deutschen Grenze ist, habe ich mir oft das Shoppen verkniffen.

Das waren zwei starke Gründe für mich, die jedoch eher der Notwendigkeit entsprungen sind. Aber das Leben soll ja auch Spaß machen. Daher haben sich mit der Zeit auch andere Antriebe entwickelt. Mit der neugewonnen Zeit und dem Geld, das ich gespart habe, konnte ich viel in Erlebnisse und Reisen investieren. Auf den Reisen habe ich dann oft gemerkt, dass ich gar nicht so viel haben muss. Daraus hat sich dann so eine Art Minimalismus entwickelt. Ich bin dann oft nur shoppen gegangen, wenn ich musste, oder wenn ich mir mal was gegönnt habe. Zudem kam hinzu, dass ich schon immer daran Freude gefunden habe Lieblingsteile und das perfekte Kleidungsstück zu finden, das in Zeiten der Massenproduktion ein bisschen mehr Individualität widerspiegelt. Das in Kombination mit Nostalgie hat mich natürlich zum Fan von Flohmärkten und Vintage-Läden avancieren lassen.

Und so kommen wir zum jetzt und heute. Das Experiment mit der Kleiderei hat mir viel Spaß gemacht. Ich finde die Idee des “neverending Kleiderschranks”, Teil eines kollektiven Kleiderschranks und einer sympathischen Community zu sein, aber gleichzeitig nicht Fast Fashion zu verfallen, ganz witzig. Es ist ein Kompromiss zwischen selbst nicht zu viele Kleider zu besitzen, Minimalismus und der Vintage-Liebe. So, zu guter Letzt bleibt mir dann wohl nichts anderes übrig als euch noch ein paar Bilder vom Store zu zeigen und euch zu ermutigen gerne mal dort vorbei zu schauen:

© kleiderei, Venloer Str. 459, 50825 Köln

Hier noch mal für euch die bisherigen Posts der Fashion Revolution Week 2017:

Tag 1: “Stil hast du, Kleider leihst du”- Kleiderei

Tag 2: Samtige Aussichten

Tag 3: Lebst du schon, oder kaufst du noch?

Tag 4: Hallelujah, es kann weg!

xo, MadVoyage

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